In dem Moment, wo du wirklich siehst wie wir Menschen mit unserer Erde umgehen, wo du sie noch ausbeutest; wo du noch auf ihr rumtrampelst als wäre sie ein Objekt, steigt so ein Schmerz auf, dass es schier kaum auszuhalten ist.
In dem Moment, wo du wirklich siehst, wie wir mit den Kinder unserer Erde umgehen, wie abwertend und entwürdigend sie an so vielen Stellen behandelt werden, anstatt ihnen zuzuhören – sie haben nämlich wirklich was zu sagen – wird dein inneres Kind laut aufschreien. Der Schmerz ist so groß, weil du es selbst erlebt hast.
In dem Moment, wo du wirklich siehst wie du dich für deine Arbeit verbiegst, von dir selbst abschneidest um etwas zu tun, von dem du glaubst, dass du es tun musst, du einem System geglaubt hast, dass Geld über deine Würde stellt, kommt eine Verzweiflung, die du vielleicht noch nie gespürt hast.
In dem Moment, wo du erkennst welche Pseudo-Harmonie du in deiner Partnerschaft kreiert hast, wie du dich selbst verbiegst um einem anderen Menschen zu gefallen, um geliebt zu werden, wirst du mit so einer tiefen Traurigkeit konfrontiert, die kaum auszuhalten ist.
In dem Moment, wo du siehst was deine Eltern, Lehrer und andere Erwachsene dir als Kind erzählt haben, was gar nicht stimmt. Dich vielleicht sogar missbraucht oder misshandelt haben – auch emotional zählt hier – wirst du mit soviel Spannung in deinem Körper konfrontiert, dass du vielleicht weglaufen willst.
Und das ist absolut verständlich! Unser Nervensystem sucht immer nach Entspannung, nach Ruhe, nach Release.
Geboren in einem System, dass unter einer schweren Zivilsationskrankheit leidet sind die schnellsten Erlösungen Nikotin, Alkohol, Marijuana, Se* und Fernsehsendungen.
Wache Menschen wirken vielleicht gefährlich und zeigen einem Seiten, die du nicht sehen willst.
Es ist auch viel zu viel auf einmal! Auf alles zu blicken ist so überfordernd, dass die einzige Antwort ein Rückzug im Wald zu sein scheint.
Du musst es nicht auf einmal ansehen. Aber wegsehen ist auch keine Alternative mehr!
Es wird immer enger und die Erde wird uns zwingen zu handeln, wenn wir es nicht von alleine schaffen.
Ich komme gerade aus fünf Tagen Ecovillage-Gathering mit dem Motto „To dare to trust“.
Ich mag daran glauben, dass eine andere Welt möglich ist und noch mehr hinsehen. Mein eigenes Verhalten hinterfragen, die Stellen finden wo ich die Erde oder mich noch ausbeute.
Auch wenn es schmerzhaft ist.
Doch das sind Emotionen, die ich fühlen kann. Viel schlimmer ist es nicht hinzusehen und mit Taten einfach diesen Schmerz, der sowieso in mir wohnt, weiter in die Welt zu geben.
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