Oft sind es die kleinen Dinge, die Fülle bringen:
Ein einfaches Gespräch mit einer lieben Freundin, eine Umarmung, eine liebevolle Geste, eine helfende Hand.
 
Es braucht einen kurzen Atemzug, ein Innehalten, eine Stille um dies wieder wahrnehmen zu können.
 
Denn in einer Welt, die immer schneller geworden ist, können wir Menschen oft diese Fülle nicht mehr spüren.
 
Also wann immer du dich nach mehr Geld, nach neuen Dingen oder besseren Autos sehnst, halte kurz an und frag dich, ob dahinter nicht der Wunsch nach einem zärtlichen Kontakt mit einem liebenden Menschen steckt.
 
Tatsächlich sind wir alle in einer Gesellschaft gross geworden, die vergessen hat wie man das wertschätzt.
 
Kinder werden früh von ihren Bindungspersonen isoliert, mit der Ausrede, dass sie dadurch intelligenter werden.
 
Leider ist das keine Intelligenz, sondern eine sehr gute Selbsterhaltungstechnik des Nervensystems, die aus fehlender Bindung zu einem liebenden Menschen kommt.
 
Kinder brauchen keine Frühförderung und auch nicht tausend Informationen, die sie auswendig lernen müssen. Sie brauchen vor allem liebende Menschen, die sich für ihre Bedürfnisse interessieren.
 
Und wir Erwachsene brauchen das auch!
 
Hinter jedem Wunsch nach schöner, grösser und besser liegt verborgen dieses kleine Kind, dass einfach nur gehalten werden will.
 
Dahinter verbirgt sich sogar noch etwas viel grösseres, unser göttlicher Kern den wir so sehnsüchtig suchen.
 
Heute Abend feiern wir den Sohn Gottes, der auf die Erde kam um uns daran zu erinnern an unseren göttlichen Kern.
 
Sinnbildlich lag dieses Kind in einer Krippe und wurde mit Geschenken überhäuft. Noch heute betrachten wir es von aussen und fixieren uns auf die Geschenke.
 
Es ist bedürftig, liegt da schutzlos und wir beten es an.
 
Als Mutter und innere Kind Begleiterin mag ich uns heute einladen dieses Kind symbolisch aus der Krippe zu nehmen, es zu halten und ihm eine Heimat zu geben.
 
Wir integrieren dieses göttliche Kind in unseren Körper, nehmen es auf – als Teil unserer Selbst.
 
Dadurch fällt die Projektion im Aussen weg und wir können das erkennen weswegen Christus auf die Erde kam:
Dass dieses Wunder, dieser göttliche Kern, in jedem von uns wohnt.
 
Dann fallen die Anbetungen im Aussen weg und all die Geschenke werden unnötig.
 
Und dann können wir uns unter dem Christbaum als göttliche Wesen in einem menschlichen Körper begegnen.
 
Treffen uns in dem einen Kern aus dem wir alle entspringen und feiern das Leben selbst.
 
Mit Mitgefühl, Liebe füreinander und aus einem tiefen Frieden.
 
Ich wünsche euch allen ein besinnliches Weihnachtsfest mit Christus tief in unserem Herzen verankert.
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